Zu einem aktiven und lebendigen Ortskern rund um die historisch bedeutende St. Andreaskirche soll das Sanierungsprojekt beitragen – und das Dorf um eine zeitgemäße Wohnform bereichern.
Eine Berufstätigen-WG zieht in Kürze in das in seinem ursprünglichen Bestand über einhundert Jahre alte Haus ein. Nach den Instandsetzungarbeiten und energetischen Sanierungsmaßnahmen wie dem Austausch der Fenster ist das Haus nun bestens geeignet für Menschen, die aus einer anderen Region kommen und aus beruflichen Gründen im Raum Soest ihren Erst- oder Zweitwohnsitz beziehen.
Verschiedene Gemeinschaftsbereiche bietet das Haus: die Küche, den großzügigen Wohn-/ Essbereich, einen gemütlichen Loungebereich, einen Wintergarten mit Hängematte sowie einen Außen-Sitzbereich. Hier ist Raum für Begegnung, Austausch und gemeinsame Aktivitäten wie Kochen oder Essen: Gelegenheiten für die Bewohnerinnen und Bewohner, die Zeit beiläufig mit anderen zu verbringen.
Der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen spielt bei Konzeptentwicklung und Umsetzung des Projektes eine wichtige Rolle: das Haus verfügte bereits über drei Bäder, weshalb für die Grundrissgestaltung auf aufwändige Umbauarbeiten verzichtet werden konnte. Ein großer Teil der Sanierungsarbeiten bestand darin, gänzlich Unpassendes oder Unzeitgemäßes zu entfernen, umzudeuten oder umzunutzen: ein Uminterpretieren und Reduzieren zugunsten von dauerhaften Bauteilen und Oberflächen sowie einem stimmigen Gesamtbild.
Ebenso wie das Haus hat ein Großteil des Mobiliars bereits ein früheres Leben hinter sich, es stammt aus Second-Hand-Quellen wie Internetplattformen oder Flohmarkt. Auch Geschenke von anderen ‚ReUse-Idealisten‘ sind dabei. Durch den Einsatz und das Zusammenspiel der unterschiedlichsten Möbelstücke ergeben sich automatisch unterschiedliche Charaktere der einzelnen Wohnräume – ein Vorteil der zeitaufwändigen Detailarbeit, die die Projektherangehensweise mit sich bringt.
Durch die nahegelegene Autobahnanbindung an die A44, die Lage an der B1 sowie eine solide ÖPNV-Anbindung zum etwa fünf Kilometer entfernten Soest verfügt Ostönnen über eine gute verkehrstechnische Anbindung, das Glasfasernetz geht in Kürze in Betrieb: wichtige Standortfaktoren, die Mobilität und infrastrukturelle Anbindung gewährleisten.